Der durchschnittliche Werbeblock ist ein visuelles und akustisches Sperrfeuer. Schnelle Schnitte, laute Musik, grelle Farben und aggressive "Call-to-Actions" buhlen im Millisekunden-Takt um die Aufmerksamkeit des Zuschauers. Die Strategie der meisten Marken lautet: "Wer am lautesten schreit, wird gehört."
Doch was passiert, wenn man das Gegenteil tut? Wenn man in einem Raum voller Marktschreier plötzlich flüstert? Für die Sommerkampagne der Falkensteiner Hotels wählte die Art-Media Filmproduktion diesen radikalen Gegenentwurf zur hektischen Reizüberflutung. Wir entwickelten einen TV-Spot, der nicht auf "Mehr, Lauter, Schneller" setzt, sondern auf absolute Reduktion. Wir verkaufen keine Hotelzimmer – wir verkaufen Stille.
Genre: Werbespot
Branche: Tourismus - Hotellerie
Kunde: FMTG Services GMbH
Leistung: Konzeption, Produktion
Die Briefing-Vorgabe des Kunden lautete simpel: "Reduce it to the max." Doch was einfach klingt, ist inszenatorisch die Königsdisziplin. Wie visualisiert man "Nichts"? Wie macht man das Gefühl des "Abschaltens" nicht nur zu einer Behauptung im Off-Text, sondern zu einer physischen Erfahrung für den Zuschauer vor dem Fernseher?
Die strategische Aufgabe war es, den genauen "Tipping Point" einzufangen: Den Moment, in dem der mentale Lärm des Alltags – die E-Mails, die Zoom-Calls, die Whatsapp-Gruppen – von einem abfällt und der Urlaub wirklich beginnt. Dieser Prozess ist innerlich, abstrakt und unsichtbar. Unsere Aufgabe war es, dafür eine zwingende visuelle Metapher zu finden.
Im Kontext eines lauten Werbeblocks ist Stille die stärkste Waffe. Wir verzichteten komplett auf Musik. The Sound of Silence Statt marktschreierischer Jingles hören wir nur ein dezentes, beruhigendes Sound Design: Das sanfte Plätschern des Wassers, das ferne Rauschen des Meeres, das Atmen. Es ist eine auditive Oase. Der Werbeblock wird plötzlich leise. Der Zuschauer, der gerade noch von einem Autohaus-Spot angeschrien wurde, horcht auf. Er muss sich konzentrieren, um die Botschaft zu hören. Und die Botschaft wird von einer extrem ruhigen, warmen Off-Stimme geflüstert: "Reduce to the max."
Für diesen Look braucht es Equipment, das Kinoqualität liefert, aber kompakt genug für die Luft ist.
Aerial Platform: DJI Inspire 2 (für den extrem stabilen, vertikalen Aufstieg im Dual-Operator-Modus)
Kamera: Zenmuse X7 (Super 35mm Sensor für kinoreife Farben und Dynamik in der Luft)
Optik: High-End Prime Lens (für verzerrungsfreie, scharfe Top-Down-Aufnahmen)
VFX: Advanced Motion Tracking in After Effects (Integration der UI-Elemente auf bewegter Wasseroberfläche)
Grading: Summer Teal & Orange (für warme Hauttöne und sattes Wasserblau)
Sound Design: Fokus auf atmosphärische Stille statt Musik
Um diesen mentalen Prozess des Loslassens physisch darzustellen, entschied sich die Art-Media Filmproduktion für ein Konzept, das auf einer einzigen, kontinuierlichen Kamerabewegung basiert. Wir verzichteten auf Schnitte, auf Montagen, auf verschiedene Perspektiven. Es gibt nur einen Shot.
Das visuelle Konzept: The Noise of Daily Life Die Szene beginnt intim. Wir sehen einen Vater und seinen Sohn, die entspannt im türkisblauen Pool eines Falkensteiner Resorts treiben. Doch die Idylle trügt. Über das Bild legen sich hektische, grafische Einblendungen: "Meeting in 5 Min", "Neue E-Mail", "Whatsapp von Chef". Diese Grafiken sind der visuelle Lärm, der uns auch im Urlaub verfolgt. Sie "kleben" an den Protagonisten, verfolgen sie im Wasser (Motion Tracking).
Die Metapher der Distanz (Drone Cinematography) Hier kommt die Kamera ins Spiel. Wir nutzten eine High-End Cinema-Drohne (DJI Inspire 2 mit Zenmuse X7). Die Kamera startet nah am Geschehen (Top Shot / Vogelperspektive), wir können die Gesichter der beiden erkennen. Dann beginnt der Aufstieg. Die Drohne zieht ruhig, stetig und unaufhaltsam senkrecht nach oben. Je höher die Kamera steigt, desto kleiner werden die Menschen im riesigen Pool. Und parallel dazu passiert das Entscheidende: Die nervigen Textnachrichten werden ebenfalls kleiner, unbedeutender, bis sie sich schließlich im Blau des Wassers auflösen und ganz verschwinden.
Die Psychologie dahinter: Der Zuschauer vollzieht die Bewegung der Kamera körperlich mit. Er "distanziert" sich wortwörtlich von seinen Sorgen. Das Herauszoomen (Zoom-Out) wird zur visuellen Entsprechung des mentalen Ausatmens. Der Pool wird zur Welt, die Probleme zu winzigen Punkten.
Ein solcher "One-Shot" erfordert höchste technische Präzision am Set. Es gibt keinen Schnitt, der einen Fehler kaschieren könnte.
Pilot & Gimbal Operator: Das perfekte Duo Der Aufstieg muss absolut linear und ruckelfrei sein. Jede kleine Windböe, die die Drohne korrigieren muss, würde die hypnotische Wirkung zerstören. Dies erforderte einen "Dual Operator"-Betrieb: Ein Pilot steuert ausschließlich die Flugbahn der Drohne (den perfekten vertikalen Aufstieg), während ein zweiter Operator (Kameramann) den Gimbal und die Schärfe kontrolliert, um die Personen im Wasser perfekt im Frame zu halten.
VFX Integration (Motion Tracking) Die Einbindung der Textnachrichten war eine Herausforderung für die Post-Production. Die Wasseroberfläche ist in ständiger Bewegung, es gibt Wellen und Lichtreflexionen. Das Tracking (das digitale "Anheften" der Grafiken an die Wasseroberfläche) musste so präzise sein, dass die Grafiken sich organisch mit dem Wasser zu bewegen scheinen, bevor sie sich auflösen.
Dieser Werbefilm bricht bewusst mit den Sehgewohnheiten. Er zwingt den Zuschauer nicht zum Hinsehen durch visuelle Gewalt, er lädt ihn ein durch visuelle Ruhe. Durch die extrem reduzierte Ästhetik, die klare Bildsprache und das mutige Sound Design positioniert sich Falkensteiner nicht nur als Hotel, sondern als ein Geisteszustand. Als der Ort, an dem die Welt kurz stillsteht. Die Art-Media Filmproduktion hat hier bewiesen, dass "Weniger" im Marketing tatsächlich "Mehr" sein kann – wenn es perfekt exekutiert wird.
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