Wie vermarktet man ein ganzes Bundesland? Üblicherweise mit Drohnenflügen über Berge und Zeitraffern von Weinbergen. Doch für Steiermark Tourismus wählte die Art-Media Filmproduktion einen radikal anderen, persönlicheren Weg. Wir setzten keinen Schauspieler in ein Cabrio, sondern den berühmtesten kulinarischen Sohn des Landes, Johann Lafer, auf sein eigenes Jugend-Moped. Die Kampagne "Mit 2,8 PS durch die Steiermark" ist ein Lehrstück dafür, wie man durch Entschleunigung und nahbare Prominenz eine Destination emotional auflädt.
Genre: Tourismusfilm - Hotelfilm
Branche: Tourismusverband
Kunde: Steiermark Tourismus
Leistung: Konzeption, Produktion
Tourismus-Marketing leidet oft an Austauschbarkeit. Schöne Landschaften gibt es überall. Was eine Region einzigartig macht, sind ihre Menschen und ihre Geschichten. Die strategische Entscheidung war es, die Marke "Steiermark" (Das Grüne Herz) mit der Personal Brand "Johann Lafer" zu verschmelzen.
Der "Heimkehrer"-Effekt: Johann Lafer ist ein Weltstar, der in Deutschland Karriere gemacht hat. Wenn so jemand zurückkehrt und schwärmt, hat das eine enorme Glaubwürdigkeit. Es ist kein gekaufter Werbespruch, sondern ein echtes Bekenntnis zur Heimat.
Entschleunigung als USP: In einer immer schnelleren Welt sehnen sich Urlauber nach Ruhe. Der Claim "Mit 2,8 PS" ist genial, weil er dieses Bedürfnis augenzwinkernd aufgreift. Wer mit dem Moped fährt, muss langsam reisen. Er sieht mehr, riecht mehr und ist näher an den Menschen.
Das zentrale Requisit dieser Serie war kein High-Tech-Gerät, sondern eine gelbe Puch MS 50 (Baujahr 1957). Dieses Moped ist Kult. Es ist laut, es riecht nach Zweitakt-Gemisch, und es ist langsam.
Sympathie-Träger: Wenn Johann Lafer, sonst bekannt aus perfekt ausgeleuchteten TV-Studios, mit einem Helm auf dem Kopf auf diesem kleinen Moped durch die Gegend knattert, bricht das sofort jede Distanz. Er macht sich nahbar, fast verletzlich. Er ist nicht der unnahbare Sternekoch, sondern der "Bub vom Land", der seine Heimat neu entdeckt.
Roadmovie-Dramaturgie: Die Serie ist als Roadmovie über vier Jahreszeiten angelegt. Das Moped ist das verbindende Element, das die verschiedenen Regionen (vom Dachstein-Gletscher bis ins Thermenland) verknüpft.
Kamera: Panasonic GH4, Sony HD-Cam
Optiken: High-Speed Cine Primes (für cineastische Tiefenschärfe)
Licht: Warmes Tungsten-Setup & große Diffusion (Skintone-Optimierung für Vertrauen)
Aerials: DJI Inspire mit Dual-Operator-Steuerung für komplexe Architektur-Tracking-Shot
Die Stärke der Kampagne liegt in Lafers Bereitschaft, sich auf das Spiel einzulassen.
Kulinarik als Anker: Natürlich ging es ums Essen. Aber nicht um Sterneküche, sondern um die Wurzeln: Krapfen, Brettljause, Kernöl. Lafer fungiert hier nicht als Lehrer, sondern als Genießender. Er probiert, er lobt, er fachsimpelt mit den Produzenten auf Augenhöhe.
Humor: Dass er sich selbst nicht zu ernst nimmt, macht die Figur so liebenswert. Wenn er den Berg kaum hochkommt oder über den Fahrtwind witzelt, wird er zum Kumpel des Zuschauers.
Eine solche Kampagne dreht man nicht an einem Wochenende. Um die Vielfalt der Steiermark ehrlich abzubilden, begleiteten wir Johann Lafer über ein ganzes Jahr.
Logistische Herausforderung: Ein 60 Jahre altes Moped ist kein verlässlicher Partner. Es gab technische Pannen, Wetterumschwünge und die Herausforderung, Lafer im Schnee auf der Planai oder in der Sommerhitze der Südsteiermark authentisch in Szene zu setzen.
Dokumentarischer Ansatz: Wir verzichteten auf starre Skripte. Die Begegnungen mit den Menschen – sei es die Hüttenwirtin auf der Walcheralm oder der Loden-Schneider – waren echt. Wir ließen die Kamera laufen, wenn Lafer ins Plaudern kam. Diese spontanen Momente ("Marlene, warum haust du jetzt ab?") sind die Goldnuggets, die man nicht schreiben kann.
Visuelle Umsetzung
Trotz des nostalgischen Inhalts war die Bildsprache modern und cineastisch.
Drohnen-Einsatz: Um die "Winzigkeit" des Mopeds in der gewaltigen Landschaft zu zeigen, nutzten wir weite Drohnen-Shots. Der Kontrast zwischen dem kleinen gelben Punkt (Lafer) und den riesigen Bergen visualisiert die Freiheit des Reisens.
On-Board Kameras: Wir riggten kleine Action-Cams direkt an das Moped, um die Vibrationen und die Perspektive des Fahrers spürbar zu machen.
Mit "Johann Lafer: Mit 2,8 PS durch die Steiermark" beweist die Art-Media Filmproduktion, dass wir Testimonial-Kampagnen verstehen. Es geht nicht darum, ein bekanntes Gesicht einfach in die Kamera zu halten. Es geht darum, eine Geschichte um dieses Gesicht zu bauen, die wahrhaftig ist.
Wir haben Johann Lafer nicht inszeniert, wir haben ihn begleitet. Wir haben ihm (und seinem Moped) den Raum gegeben, die Steiermark so zu zeigen, wie er sie liebt. Das Ergebnis ist Tourismus-Werbung, die sich nicht wie Werbung anfühlt, sondern wie ein Besuch bei Freunden.
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