Steiermark Tourismus
Der Weltmeister-Film:

Wie ein "Jo" die Welt eroberte

Es gibt Imagefilme. Und es gibt Legenden. Im Jahr 2010 gelang der Art-Media Filmproduktion etwas, wovon Agenturen weltweit träumen: Wir holten den "Oscar der Tourismusbranche" nach Österreich. Der Steiermark-Film setzte sich gegen 1.045 Konkurrenten aus 54 Ländern durch und wurde beim "Festival of Festivals" (CIFFT) in Wien zum "Weltbesten Tourismusfilm" gekürt. Doch der Erfolg basierte nicht nur auf schönen Bildern, sondern auf einer genial einfachen Audio-Idee: Dem steirischen "Jo".

FACTS

Genre: Tourismusfilm - Hotelfilm
Branche: Tourismusverband
Kunde: Steiermark Tourismus
Leistung: Konzeption, Produktion

Die Strategische
Herausforderung:

Mut zur Reduktion

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Tourismuswerbung folgte lange einem starren Muster: Sprecher erklären die Landschaft, untermalt von austauschbarer Panflöten- oder Orchestermusik. Die strategische Analyse von Art-Media und Steiermark Tourismus (unter der Leitung von Georg Bliem) zeigte: In einer globalisierten Welt voller Hochglanz-Bilder bleibt das Gefühl auf der Strecke. Wir mussten die Marke "Steiermark" nicht erklären, sondern spürbar machen.

Das akustische Logo: "Jo Jo" Die Kernidee war radikal: Wir verzichteten auf den klassischen Werbesprecher. Stattdessen setzten wir auf Audio-Branding. Das steirische "Jo" (Ja) ist mehr als eine Zustimmung. Es ist ein Lebensgefühl. Es steht für Gemütlichkeit, für Bestätigung, für das Ankommen. Der von Thomas Grusch (Regisseur & Art-Media Gründer) komponierte Soundtrack nutzte dieses "Jo" als rhythmischen Anker. Aus einem traditionellen Jodler wurde ein treibender, moderner Beat. Das Ergebnis war ein Film, der nicht nur gesehen, sondern "gehört" wurde. Die Botschaft verstand man in Tokio genauso wie in New York: Steiermark heißt "Ja" zum Leben.

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Das Konzept:

 Die gelbe Puch als Zeitmaschine

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Das zentrale Requisit dieser Serie war kein High-Tech-Gerät, sondern eine gelbe Puch MS 50 (Baujahr 1957). Dieses Moped ist Kult. Es ist laut, es riecht nach Zweitakt-Gemisch, und es ist langsam.

Sympathie-Träger: Wenn Johann Lafer, sonst bekannt aus perfekt ausgeleuchteten TV-Studios, mit einem Helm auf dem Kopf auf diesem kleinen Moped durch die Gegend knattert, bricht das sofort jede Distanz. Er macht sich nahbar, fast verletzlich. Er ist nicht der unnahbare Sternekoch, sondern der "Bub vom Land", der seine Heimat neu entdeckt.
Roadmovie-Dramaturgie: Die Serie ist als Roadmovie über vier Jahreszeiten angelegt. Das Moped ist das verbindende Element, das die verschiedenen Regionen (vom Dachstein-Gletscher bis ins Thermenland) verknüpft.

 

High-End Tech Stack

Kamera: Panasonic GH4, Sony HD-Cam
Optiken: High-Speed Cine Primes (für cineastische Tiefenschärfe)
Licht: Warmes Tungsten-Setup & große Diffusion (Skintone-Optimierung für Vertrauen)
Aerials: DJI Inspire mit Dual-Operator-Steuerung für komplexe Architektur-Tracking-Shot

Der Triumph:

Grand Prix CIFFT 2010

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Der Erfolg gab der Strategie recht. Der Film gewann zunächst Gold beim Filmfestival in Posen (Polen), beim "Tourfilm" in Karlovy Vary (Tschechien) und in Rumänien. Doch der Höhepunkt war die Verleihung des Grand Prix CIFFT in Wien.

Das "Festival of Festivals" Das Comité International des Festivals du Film Touristique (CIFFT) krönt jährlich den besten Film der Welt aus allen nationalen Festival-Siegern.

Die Konkurrenz: 1.045 Filme aus 54 Nationen traten an. Darunter millionenschwere Kampagnen aus Asien und den USA.

Die Entscheidung: Die internationale Jury wählte den Steiermark-Film auf Platz 1. Die Begründung lag in der perfekten Harmonie aus Bild, Musik und der emotionalen Kraft, die "Lust auf Urlaub" macht. Es war der Beweis, dass Kreativität und Herzblut wichtiger sind als das gigantische Budget globaler Tourismus-Konzerne.

Normalerweise haben Imagefilme eine Halbwertszeit von zwei Jahren. Der "Jo Jo"-Film ist anders.

Langzeit-Branding: Die Melodie und der Rhythmus wurden so ikonisch, dass sie über Jahre hinweg das akustische Markenzeichen der Steiermark blieben.
Identifikation nach innen: Der Film wirkte nicht nur nach außen (Touristen), sondern auch nach innen. Die Steirer selbst waren stolz auf diesen Film. Er hielt ihnen einen Spiegel vor, in dem sie sich und ihre Lebensart ("Jo, jo") wiedererkannten. Das ist Employer Branding auf Landesebene.
Benchmark: Für Art-Media war dieser Award der finale Ritterschlag. Er zementierte den Ruf als Spezialist für emotionales Storytelling, der auch auf internationalem Parkett ("Champions League der Tourismuswerbung") nicht nur mitspielt, sondern gewinnt.

 

 

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Production Workflow:

Ein Marathon durch vier Jahreszeiten

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Einen Weltmeister-Titel gewinnt man nicht durch Zufall. Die Produktion dieses Films war ein logistischer Kraftakt, der in der Branche seinesgleichen suchte.

Der Umfang: 300 Stunden Material Um die Steiermark in ihrer ganzen Vielfalt – vom Gletscher bis zum Weinland – authentisch abzubilden, reichte kein zweiwöchiger Dreh. Das Team von Art-Media war über ein ganzes Jahr unterwegs. Wir fingen alle vier Jahreszeiten ein.

Logistik: Das bedeutete ständige Bereitschaft. Wenn der Nebel über den Weinbergen perfekt stand, musste die Crew vor Ort sein. Wenn der erste Schnee auf der Planai fiel, lief die Kamera.

Selektion: Aus über 300 Stunden Rohmaterial (Footage) musste die Essenz destilliert werden. Diese "Qual der Wahl" im Schnitt (Editing) war entscheidend. Nur die absolut stärksten 3 bis 4 Sekunden jeder Szene schafften es in den finalen Cut.

Music-Driven Editing Da die Musik ("Jo-Jo") eigens für den Film komponiert wurde, konnten Bild und Ton eine Symbiose eingehen, die bei Stock-Music unmöglich ist.

Der Rhythmus: Der Schnitt folgte strikt dem Takt des Jodlers. Schnelle Bildfolgen bei den dynamischen Sport-Szenen (Mountainbike, Ski), ruhige, lange Einstellungen bei den Genuss-Momenten (Wein, Therme). Der Film "atmet" mit der Musik. Das erzeugt einen Sog, dem sich der Zuschauer nicht entziehen kann.

 

Fazit:

Wenn alles stimmt

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Das Projekt "Jo, jo - Der Steiermark-Film" ist ein Lehrstück für integrierte Kreation. Weil Regie, Konzept und Musikkomposition (Thomas Grusch) aus einer Hand kamen, entstand ein Gesamtkunstwerk ohne Brüche. Wir haben nicht Bilder zu Musik geschnitten oder Musik zu Bildern komponiert – beides entstand organisch zusammen.

Der Titel "Weltbester Tourismusfilm" ist kein Zufallsprodukt, sondern das Ergebnis von Mut: Mut zur eigenen Musik, Mut zur Nähe und Mut zum steirischen Dialekt.

 

 

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