Medizintechnik ist oft eine "Black Box". Von außen sieht man ein schickes Gehäuse, aber die eigentliche Magie – die Analyse im Mikroliter-Bereich – bleibt verborgen. Für den Launch des EXIAS e|1 Electrolyte Analyzers stand die Art-Media Filmproduktion vor der Herausforderung, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Unsere Lösung: Eine nahtlose Fusion aus Realbild und 3D-Animation. Mittels Rotoscoping und Motion Tracking legten wir eine digitale Ebene über das physische Gerät, die den Zuschauer buchstäblich in das Herz der Maschine blicken lässt.
Genre: Produktvideo
Branche: Medizinprodukte
Kunde: EXIAS Medical GmbH
Leistung: Konzeption, Produktion
In der Labormedizin zählen Fakten: Präzision, Wartungsfreiheit, Konnektivität. Doch im Marketing braucht es mehr als Datenblätter. Es braucht ein Gefühl. Der entscheidende USP des EXIAS e|1 ist seine Geschwindigkeit. Ein Ergebnis in nur 25 Sekunden.
Der psychologische Schmerzpunkt: Warten auf Laborergebnisse ist Stress. Besonders für Patienten, noch mehr für Eltern mit kranken Kindern. Jede Minute Ungewissheit fühlt sich an wie eine Stunde.
Die Strategie: Wir framen die technische Geschwindigkeit ("25 Sekunden") als emotionalen Gewinn ("Gewissheit"). Das Produktvideo muss diese Geschwindigkeit nicht nur behaupten, sondern durch sein eigenes Tempo und seinen "Flow" verkörpern.
Ein reines Technik-Video wäre kalt geblieben. Deshalb endet unsere visuelle Reise dort, wo die Technik ihren eigentlichen Zweck erfüllt: Beim Patienten.
Der Switch in die Realität
Nachdem wir das Innere der Maschine erforscht haben, "springen" wir aus der digitalen Analyse-Welt in die emotionale Realität.
Das Szenario: Wir sehen ein Kind. Kinder sind die vulnerabelste Patientengruppe, bei der schnelle Diagnosen am wichtigsten sind.
Die Botschaft: "Welfare of your patients". Das Gerät ist kein Selbstzweck. Es ist dazu da, dass dieses Kind nicht warten muss. Dass Eltern schneller aufatmen können. Dieser emotionale Anker am Ende verwandelt die technischen Specs (25 Sekunden) in einen echten menschlichen Wert.
Die Produktion dieses Videos erforderte eine enge Verzahnung von Set und Post-Production.
Tracking: Einsatz von High-End Tracking Software (z.B. Mocha Pro oder SynthEyes), um die 3D-Daten perfekt auf das Realbild zu matchen. Kein "Jittern", kein Verrutschen.
3D Animation: Modellierung der internen Komponenten auf Basis von CAD-Daten, texturiert für einen hyperrealistischen Look, der sich nahtlos mit den realen Aufnahmen mischt.
Compositing: Adobe After Effects / Nuke für das finale "Verheiraten" von Ink-Effekten, 3D-Passes und Realbild.
Wie zeigt man komplexe Flüssigkeitsanalysen, ohne langweilige Schaubilder einzublenden? Wir entschieden uns für einen Ansatz, der heute als "Mixed Reality" bekannt ist, aber klassisch in der Post-Production gelöst wurde.
Rotoscoping & 3D Tracking
Wir filmten das echte Gerät in einem cleanen Studio-Setting. In der Post-Production "trackten" wir die Kamerafahrten millimetergenau. Das erlaubte uns, 3D-Elemente fix im Raum zu verankern, als wären sie Teil der Realität.
Der Ink-Effekt: Statt harter Einblendungen nutzten wir organische "Ink"-Übergänge (Tinte im Wasser), um die 3D-Overlays auf das Gehäuse "fließen" zu lassen. In den CI-Farben von EXIAS breitet sich die Information über das Gerät aus. Das visualisiert den Analyseprozess (Flüssigkeit) auf einer Meta-Ebene.
X-Ray Vision: An entscheidenden Stellen lösen wir die physische Hülle auf. Wir blicken in den reinen 3D-Raum, um das Innenleben – die Sensoren, die Cartridge – zu zeigen, die man in der Realität nie sehen würde. Dieser nahtlose Wechsel zwischen "Außenhaut" (Real) und "Innenleben" (3D) suggeriert absolute Transparenz und technische Überlegenheit.
Ein statisches Gerät kann im Video schnell langweilig wirken. Unser visuelles Konzept lautete daher: Alles ist in Bewegung.
Dolly Shots & Motion Control
Die Kamera stand nie still. Wir nutzten Dollys und Slider für konstante, gleitende Fahrten um das Gerät. Diese Bewegung symbolisiert den kontinuierlichen Workflow im Labor ("Maintenance Free").
Die Herausforderung: Bei Makro-Aufnahmen von einem glänzenden Gerät (Reflexionen!) ist jede Kamerabewegung kritisch. Wir mussten Licht und Reflexionen so kontrollieren, dass sie die Form betonen, aber nicht blenden.
Invisible Cuts: Die Kunst des unsichtbaren Schnitts
Um den "Flow" nicht zu unterbrechen, verzichteten wir auf harte Schnitte. Stattdessen nutzten wir Seamless Transitions.
Whip Pans & Object Wipes: Die Kamera fährt an einer Kante des Geräts vorbei oder "in eine Wand" (Dunkelheit/Unschärfe). In diesem Moment des visuellen "Nichts" schneiden wir unsichtbar in die nächste Szene. Das nächste Bild schiebt sich organisch hinein.
Wirkung: Das Video wirkt wie ein einziger, ununterbrochener Take (One-Shot-Anmutung). Das hält die Aufmerksamkeit des Zuschauers hoch und unterstreicht die Botschaft der "nahtlosen Integration" des Geräts in den Klinikalltag.
Mit dem Produktfilm für den EXIAS e|1 beweist die Art-Media Filmproduktion, dass wir komplexe Medizintechnik nicht nur verstehen, sondern sie erlebbar machen können.
Durch die Kombination von Rotoscoping, 3D-Overlays und einer fließenden Seamless-Kameraführung haben wir ein Video geschaffen, das so präzise und modern wirkt wie das Gerät selbst. Und durch den emotionalen Twist am Ende haben wir sichergestellt, dass die Technik nicht nur den Kopf, sondern auch das Herz der Zielgruppe erreicht.
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