DSN (Innenministerium)

Visualizing the Invisible: Ein Imagefilm unter höchster Geheimhaltung

Wie inszeniert man das, was niemand sehen darf? Wie visualisiert man eine Organisation, deren Existenzgrundlage die Unsichtbarkeit ist, und deren operatives Herzstück – die Abwehr von Terror, Spionage und Cyberangriffen – im Verborgenen schlägt?

Für die Direktion Staatsschutz und Nachrichtendienst (DSN), Österreichs neu formierte Speerspitze für die innere Sicherheit, stand die Art-Media Filmproduktion vor der vielleicht komplexesten Aufgabe unserer Firmengeschichte. Es ging nicht nur um die Produktion eines Imagefilms; es ging um die visuelle Neudefinition einer Behörde unter Bedingungen, die einen klassischen Dreh praktisch unmöglich machten. Das Ergebnis ist ein cineastisches Manifest, das eher an einen High-End Polit-Thriller erinnert als an ein Behördenvideo.

FACTS

Genre: Imagefilm
Branche: öffentlichen Sicherheit 
Kunde: DSN (Innenministerium)
Leistung: Konzeption, Produktion

Die Strategische
Herausforderung:

 Mission Impossible

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Die Ausgangslage glich einem Paradoxon: Die DSN muss sich der Öffentlichkeit präsentieren, um Vertrauen zu schaffen und Top-Talente zu rekrutieren. Gleichzeitig darf sie operativ nichts preisgeben.

Das Diktat der Restriktionen Ein klassisches "Corporate Video"-Konzept – ein Kamerateam läuft durch die Gänge, filmt Mitarbeiter am Schreibtisch und zeigt modernste Einsatzzentralen – war von Sekunde eins an ausgeschlossen. Die Sicherheitsvorgaben des Innenministeriums (BMI) waren kompromisslos:

Keine Gesichter: Identitätsschutz der Agenten hat oberste Priorität.
Keine Locations: Räumlichkeiten, Bildschirme, selbst die Architektur könnten Rückschlüsse auf Arbeitsweisen zulassen.

Keine Taktik: Operative Vorgehensweisen durften nicht einmal angedeutet werden.

Die Herausforderung war also nicht primär technisch, sondern zutiefst konzeptionell: Wir mussten Bilder für abstrakte, unsichtbare Bedrohungen (Cyberwar, extremistische Netzwerke) finden, ohne die Realität abzubilden. Wie visualisiert man "Sicherheit", ohne den "Schützer" zu zeigen?

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The Digital Battlefield:

CGI & Motion Design

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Wo die physische Kamera blind bleiben musste – etwa bei der Darstellung von Cyberkriminalität oder globaler Vernetzung – übernahm die Computer Generated Imagery (CGI).

Visualisierung von Datenströmen Wir konnten keine echten Serverräume zeigen. Stattdessen kreierte unsere Post-Production-Abteilung komplexe 3D-Animationen. Wir sehen abstrakte Darstellungen von neuronalen Netzen, Datenpaketen, die wie Lichtteilchen durch Glasfaserkabel rasen, und digitale Schutzschilde, die sich über Österreich legen. Diese CGI-Elemente sind farblich kühl gehalten (Cyan, Blau, digitales Weiß) und bilden den Kontrast zur warmen Haut der Protagonistin. Die nahtlose Integration dieser digitalen Welten in die real gedrehten Szenen war entscheidend, um den "Flow" des Films nicht zu brechen.

 

High-End Tech Stack

Für einen Look, der so stark auf Dunkelheit und Projektionen setzt, brauchte die Art-Media Filmproduktion Technik, die extreme Kontraste bewältigen kann.

Kamera: ARRI Alexa Mini LF (Large Format für überragende Low-Light-Performance und Schattenzeichnung)
Optiken: High-Speed Signature Primes (für maximale Lichtausbeute und cineastischen Look)
Licht & FX: Hochleistungs-Projektoren für Face-Mapping & präzises Spitzlicht (HMI/LED)
Post-Production: High-End 3D Modelling & Motion Design (Blender / Cinema 4D) für Cyber-Visualisierungen
Aerials: DJI Inspire Cinema Drohne (mit exklusiven Sondergenehmigungen in No-Fly-Zones)
Konzept & Realisation: Art-Media Filmproduktion

Visual Strategy:

The Human Canvas & Abstraktion

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Wenn man die Realität nicht abbilden darf, muss man eine neue Realität erschaffen. Statt gegen die Restriktionen anzukämpfen, machten wir sie zum zentralen Stilmittel unserer visuellen Strategie. Die Art-Media Filmproduktion entwickelte ein abstraktes, hoch-ästhetisches Konzept: "Das Gesicht des Schutzes".

Projection Mapping als Narrative Schnittstelle Wir entschieden uns, der anonymen Behörde ein Gesicht zu geben – im wahrsten Sinne des Wortes, aber auf einer Meta-Ebene. Eine Protagonistin (die einzige Person, deren Gesicht wir klar sehen) fungiert als symbolische Erzählerin, als das "Wir" der DSN. Doch sie ist nicht einfach eine Sprecherin. Ihr Gesicht wird zur Leinwand ("Human Canvas"). Mithilfe von präzisem Projection Mapping projizierten wir Footage von globalen Datenströmen, digitalen Netzwerken, Einsatzszenarien und abstrakten Bedrohungs-Clustern direkt auf ihre Haut.

Die Psychologie dahinter: Das Gesicht wird zur Schnittstelle zwischen der analogen Welt (der Mensch, den es zu schützen gilt) und der digitalen Bedrohung. Die Projektionen flackern über ihre Augen, als würde sie die Gefahr direkt analysieren. Es visualisiert den mentalen Prozess der Bedrohungsanalyse, ohne einen einzigen echten Computerbildschirm zeigen zu müssen. Es ist eine hochgradig künstlerische, aber inhaltlich präzise Übersetzung der DSN-Arbeit.

 

 

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Production Workflow:

 Licht und Schatten als Waffe

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Das Lichtkonzept ist bei diesem Projekt kein technisches Beiwerk, es ist die Story. Wir griffen das inoffizielle Motto eines jeden Nachrichtendienstes wörtlich auf: "Wir beleuchten, was im Verborgenen liegt."

Radikales Low Key Cinematography Wir arbeiteten mit einem extremen Low Key Setup. Das bedeutet: 80% des Bildes bestehen aus tiefem Schwarz. Wir setzten Licht nicht ein, um Räume hell zu machen, sondern um selektiv Informationen freizugeben. Wir nutzten messerscharfe Spitzlichter (Rim Lights) und präzise "Flags" (Lichtformer), um nur Konturen, Silhouetten oder eben das projizierte Gesicht aus der Dunkelheit zu schälen.

Die dramaturgische Funktion: Die Dunkelheit steht für die unbekannten Bedrohungen und die notwendige Geheimhaltung der DSN. Das Licht steht für die Aufklärung, den Erkenntnisgewinn. Jeder Lichtstrahl in diesem Film ist eine bewusste Entscheidung für Sichtbarkeit.

Logistische Nadelöhre Selbst für die wenigen, atmosphärischen Außenaufnahmen (z.B. nächtliche Stadtsilhouetten, die als Establishing Shots dienen) war der administrative Aufwand immens. Um in den relevanten Sperrzonen über kritischer Infrastruktur oder Regierungsvierteln überhaupt eine Drohne aufsteigen zu lassen, waren monatelange Vorbereitungen und Sondergenehmigungen der Austro Control, des BMI und des Verfassungsschutzes nötig. Diese Shots sind exklusiv und unterstreichen den hoheitlichen Anspruch des Films.

 

Fazit:

Cineastische Sicherheit

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Der entstandene Imagefilm der DSN bricht mit allen Konventionen der Behördenkommunikation. Er wirkt nicht verwaltend, sondern agierend. Er ist ein Stück visueller Spannung, das die Ernsthaftigkeit und Modernität des neuen Staatsschutzes unterstreicht.

Durch den kreativen "Umweg" über Abstraktion, Projektionen und Animationen gelang es der Art-Media Filmproduktion, Emotionen zu wecken, ohne Sicherheitsrisiken einzugehen. Das Projekt beweist: Maximale Restriktion kann zu maximaler Kreativität führen. Modernster Staatsschutz braucht modernste Bildsprache.

 

 

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