Obertauern Bobby TV

Edutainment auf Pixar-Niveau

Kindern Sicherheitsregeln zu erklären, ist oft ein Kampf gegen die Langeweile. Ein 6-Jähriger, der gerade auf Skiern stehen lernt, hat keine Geduld für trockene Instruktionen über Pistenmarkierungen oder das richtige Verhalten am Lift. Wer hier mit dem erhobenen Zeigefinger kommt, hat schon verloren.

Für die Tourismusregion Obertauern ging die Art-Media Filmproduktion deshalb einen Weg, den man sonst nur von großen Animationsstudios kennt. Statt eines einfachen Erklärfilms entwickelten wir eine komplette 3D-Animationsserie: "Bobby TV". Das Ziel war ambitioniert: Wir wollten Skiregeln so verpacken, dass Kinder sie nicht lernen müssen, sondern sehen wollen. Wir transformierten Pflicht-Inhalte in "Binge-Watch"-Material für die Kleinsten.

FACTS

Genre: Erklärvideo
Branche: Tourismus
Kunde: Liftgemeinschaft Obertauern GmbH
Leistung: Konzeption, Produktion

Die Strategische
Herausforderung:

Safety meets Fantasy

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Bobby, der Schneehase, war als Maskottchen der Region Obertauern bereits bekannt. Doch er existierte primär als flache Grafik oder Plüschtier. Die Aufgabe bestand darin, ihm und den oft spröden FIS-Regeln echtes Leben einzuhauchen. Es brauchte eine Dramaturgie, die über 5 Episoden à 3 Minuten trägt und Kinder emotional fesselt. Die technische Hürde war dabei enorm: Wie produziert man High-End 3D-Animation effizient und budgetgerecht, ohne dabei wie ein billiges Computerspiel aus den 90ern auszusehen? Unsere Antwort war eine Symbiose aus Technologie und klassischem Storytelling. Wir wollten "Disney-Magie" mit einem didaktischen Auftrag verbinden.

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Das Konzept:

The Silent Fox

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Ein Held ist nur so gut wie sein Sidekick. Um die Geschichten dynamischer zu gestalten, stellten wir Bobby einen neuen Partner zur Seite: Frido, den Fuchs.

Das "Silent Bob" Prinzip Frido wurde als "Silent Character" konzipiert. Er spricht nicht. Er kommuniziert rein über Pantomime, Gestik und Mimik.

Psychologische Funktion: Frido ist der anarchische Gegenpol zum vernünftigen Bobby. Er macht die Fehler, über die die Kinder lachen – und aus denen sie lernen. Wenn Frido falsch in den Lift einsteigt und sich verheddert, ist das Slapstick. Aber es ist Slapstick mit Lerneffekt.

Emotionale Tiefe: Durch die Sprachlosigkeit muss Frido extrem expressiv agieren. Das macht ihn universell verständlich (keine Sprachbarriere für internationale Gäste) und sofort sympathisch. Er ist der Clown, der scheitert, damit die Kinder sicher bleiben.

 

High-End Tech Stack

Engine: Unreal Engine 5 (für Lighting, Shading & Rendering in Echtzeit)
Animation: Xsens MVN (Full Body Motion Capture) & Faceware (Facial Capture)
Data Processing: MotionBuilder (zur Bereinigung der Mocap-Daten)
Art: Hand-painted Backgrounds (Adobe Photoshop / Procreate) & 3D Modeling (Blender/Maya)
Format: 5-teilige Miniserie mit durchgehendem Story-Arc
Konzept: Edutainment & Hybrid Visual Style (3D Characters on 2D Backgrounds)

Visual Strategy:

The Hybrid Look (2.5D)

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Technisch standen wir vor der Wahl: Fotorealismus oder Stilisierung? Wir entschieden uns für einen dritten Weg, um der digitalen 3D-Welt eine Seele zu geben.

3D Characters vs. Painted Worlds Wir platzierten die High-Tech 3D-Figuren (Bobby & Frido) in einer liebevoll handillustrierten 2D-Welt.

Digital Painting: Unsere Concept Artists malten die Hintergründe – die verschneiten Wälder, die Skihütten, die Panoramen – digital von Hand. Der Stil ist malerisch, weich und märchenhaft.
Der Kontrast: Dieser Stilbruch (3D vor 2D) erzeugt eine einzigartige Ästhetik, die an hochwertige Bilderbücher erinnert. Es hebt sich wohltuend vom generischen, oft kalten "Full-3D-Look" vieler Kinderserien ab. Die Figuren poppen plastisch aus dem Hintergrund hervor, was die Aufmerksamkeit der Kinder fokussiert.

Unreal Engine als Render-Motor Um diese Welten zusammenzuführen, nutzten wir die Unreal Engine (bekannt aus der Spieleentwicklung wie Fortnite). Der Vorteil: Real-Time Rendering. Wir konnten Szenen in Echtzeit ausleuchten und "drehen". Wir mussten nicht – wie früher üblich – stundenlang auf ein einzelnes Bild warten. Wir konnten die virtuelle Kamera im Raum bewegen, den Sonnenstand ändern und sofort das Ergebnis sehen. Das ermöglichte uns cineastische Kamerafahrten und eine enorme Produktionsgeschwindigkeit bei höchster Qualität.

 

 

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Production Workflow:

Humanizing the Digital Beast

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Wie bringt man einem digitalen Hasen und einem Fuchs menschliche Emotionen bei? Man animiert sie nicht "von Hand" (Keyframing), das wäre zu steril und zeitaufwendig. Man lässt sie von echten Menschen spielen.

Motion Capture (Mocap) Revolution Die Art-Media Filmproduktion nutzte für dieses Projekt eine Motion Capture Pipeline, wie sie in Hollywood für Blockbuster wie Avatar oder Planet der Affen eingesetzt wird.

Full Body Capture: Schauspieler schlüpften in Xsens-Anzüge voller Sensoren. Jede Körperbewegung – das Stolpern, das Jubeln, das Schulterzucken – wurde in Echtzeit auf das 3D-Skelett der Tierfiguren übertragen.

Facial Capture: Parallel dazu zeichneten Helmkameras (Faceware) die Mimik der Schauspieler auf. Das Hochziehen einer Augenbraue beim Schauspieler wurde zum Wackeln der Hasenohren bei Bobby.

Der Vorteil: Wir erhalten dadurch organische Unperfektheit. Ein Computer animiert Bewegungen oft zu glatt, zu linear. Ein Mensch bewegt sich mit kleinen Mikrozittern, mit Gewichtsverlagerungen, mit echter Physik. Diese "Humanisierung" sorgt dafür, dass die Kinder die Figuren nicht als Roboter, sondern als lebendige Wesen wahrnehmen.

 

Fazit:

Mammut-Projekt mit Herz

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"Bobby TV" ist mehr als ein Erklärvideo – es ist Kinderunterhaltung auf Broadcast-Niveau. Die 5-teilige Miniserie läuft heute in Skischulen, in den Hotels und auf Screens in der gesamten Region Obertauern.

Die Kinder konsumieren die Inhalte freiwillig, weil sie unterhalten werden. Und während sie über Fridos Missgeschicke lachen, verinnerlichen sie ganz nebenbei, wie man sicher Ski fährt. Die Art-Media Filmproduktion beweist hier eindrucksvoll: Wer die Herzen der Kinder gewinnt, gewinnt auch die der Eltern (und deren Buchungsentscheidung). Wir haben Technologie genutzt, um Magie zu erzeugen.

 

 

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